Langeland September 2002 |
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Kleiner Bericht über unsere Reise vom 31.08.2002 bis zum 07.09.2002 |
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Anreise Haus und Boot |
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Morgens um 3.00 Uhr trafen wir uns bei mir vor der Haustür. Nach kurzem Gespräch und einem Käffchen ging's dann auch gleich los. Wie immer erfolgte auf der ersten Raste in Dänemark unser ausgiebiges Urlaubsbeginnpicknick. So fängt der Urlaub richtig gut und relaxt an und die restlichen Kilometer bis Langeland sind danach ein Kinderspiel. | ||
| Bei einer solchen Aussicht rutscht das Frühstückseichen auch doppelt so gut in den hungrigen Magen. Ist schon klasse wenn morgens um 7.00 Uhr das Leben am Teich erwacht und Vatter da mit einer Tasse Kaffee und seinem Flüppchen die Seele baumeln lässt. Die Kinder verstehen sich prima und Streit unter ihnen gibt es so gut wie gar nicht. Macht einfach Spaß mit dieser Truppe loszufahren. |
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So gegen 10.30 Uhr waren wir dann auf Langeland. Leider gab es den Schlüssel für das Haus erst gegen 12.00 Uhr. Macht ja nichts. Erst mal zum nächsten Geldautomaten und Dänedoller ziehen. Hier links ist unser Urlaubsdomizil. Da kann man mit 5 Erwachsenen und 2 Kindern schon prima Wohnen. Dieses Haus hatten wir im letzten Jahr auch schon. Dazu gibt es noch einen guten Filetierplatz, Gartenliegen und jede Menge Spiele für die Kinder, einen Videorecorder Sat-TV mit allen Deutschen Sendern u.s.w. Wir gucken zwar kein Fernsehen aber wer Kinder hat der weiß das der eine oder andere Märchenfilm bei müden Kindern die nicht Einschlafen wollen Wunder bewirken. Meistens kann man den Film nach 3 bis 5 Minuten wieder ausmachen und die Kiddys ins Bett tragen. Das wirkt sogar noch wenn das Märchenbuch längst versagt :-). | ||
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| Dieses mal bekamen wir unser Boot schon am Vormittag so gegen 11.00 Uhr. Wir hatten ein Limbo 585 Centerkonsole gemietet . Ausreichend Stauraum für 3 Angler und Platz zum Angeln war auch genug vorhanden. Allerdings ist das Ding nur bei ruhiger bis leicht welliger See wirklich zu empfehlen. Im Rauwasser knallt der Dreikieler ganz schön auf die Wellen. Allerdings in Punkto Kursstabilität setzen diese Boote wirklich Maßstäbe. Mit einem 50 PS Viertaktmotor war das Boot auch ausreichend Motorisiert. |
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Wir konnten um 12.00 Uhr leider noch nicht in unser Häuschen einziehen da das Haus noch nicht geputzt war. So hatten wir Gelegenheit noch vorm Einziehen unseren Angelkram klar zu machen. Die Mädels tankten derweil die erste Sonne und die Kiddys hatten sowieso immer genug zu spielen und zu kramen. Am Nachmittag erfolgte die erste Ausfahrt um mal die Lage zu peilen. Einige Dorsche konnten wir erwischen und Abends waren alle zufrieden und Müde. War ein langer Tag gewesen. Erst mal in die Heia und ein bisschen Schlafen. Morgen früh um 6.00 Uhr ist die Nacht vorbei.. | ||
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An unserem Hausstrand auf Langeland. |
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Relaxen war bei uns in diesem Urlaub höchstes Gebot. Die Batterien aufladen und ein paar Fische fangen... Sonne tanken ( Wer hätte vorher gedacht das man bis zum Dunkelwerden im T-Shirt weit draußen auf See Angeln konnte ) Hat uns allerdings auch ein bisschen angeschmiert, das Wetter. Zumindest aus des Anglers Sicht. Dazu aber weiter unten ein bisschen mehr. Die Kinder waren glücklich verbuddelt und wir Erwachsenen genossen die Sonne das Meer und das Leben. |
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Zum Angeln |
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| Ja, Fische haben wir auch gefangen in diesem Urlaub. Keine Riesen aber alles in allem gute Fische. Am Ende reichte es für 7,5 Kg Filet pro Angler. Kann man mit zufrieden sein meine ich. Wir haben allerdings auch nur Fische über ca. 50 cm entnommen. Kistenmaß halt. Die Fische müssen beide Seiten der Kiste berühren sonst dürfen sie noch ein bisschen Ihre Jugend genießen. Hätten wir alle Dorsche über Mindestmaß entnommen wäre unser Filetschnitt zwar weitaus höher ausgefallen, aber das ist nicht so unser Ding. Ein zwei richtig große Fische hätten ruhig beißen können, aber was soll´s. So ist das beim Angeln. |
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| Wir haben auf der Rückfahrt mal versucht die Fänge zu sortieren. Es müssen so ca. 50 Dorsche mit Längen zwischen 50 und 75 cm gewesen sein. Einige haben wir auch noch am gleichen Abend aufgefuttert. Der schwerste Dorsch dieser Reise wog ca. 3 Kg. Allesamt keine Riesen aber gute Küchenfische die auch schon Spaß beim Angeln bringen. Die Wassertemperaturen im Langelandsbelt betrugen an der Oberfläche auch noch weit draußen immer so 18,5 bis 19 Grad Celsius. Bisschen warm für diese Jahreszeit meine ich aber unsere Frauen fanden das ganz gut. So konnten sie und die Kiddys wenigstens Sonne, Strand und Meer genießen. Das Schleppen fiel auf Grund einer Hornhechtplage, so muss man das wirklich nennen, und Unmengen von Quallen und Seegras aus. Aus Zeitvertreib konnte man mal kurz einen leichten Pilker so 2 Meter unterm Boot zappeln lassen und schon war wieder einer dieser Ostseemarline im Miniformat am Haken. Mit leichtem Spinngeschirr zwar ein ganz lustiger Zeitvertreib aber eigentlich nicht unsere Angelart. Beim Schleppen ein echtes Ärgernis wenn man wegen den Hornhechten nicht mal dazu kommt in Ruhe ein Flüppchen zu rauchen. | |||
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Je nach Angelerfolg wurde mal mit 2 oder mit 3 Personen geschnippelt. |
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Unsere "Brücke" Oben das Simrad EQ32 und rechts unten ein Lowrance Globalmap 100. Beides für mich nicht mehr wegzudenkende Hilfsmittel beim Meeresangeln. Egal ob Schleppen oder Pilken. Der kleine Kasten unten links gehört zur Standartausrüstung der Mietboote. Reicht gerade mal zum Tiefe messen. Der Rest ist .....na ja, wer dran glaubt. Dank gutem Echolot sind uns auch nicht die kleinen Geheimnisse der Ostsee verborgen geblieben. Jede Menge Heringe und Wittlinge tauchten immer wieder als riesige Schwarze Wolke auf dem Schirm auf. Darunter große Dorsche die nur mit offenem Maul durch die Schwärme schwimmen brauchten um ihre Mägen zu füllen. Wusstet Ihr eigentlich das die Dorsche die Wittlinge zum Fressen gern haben ?? Ist aber so. Dieser Nahrungsquelle bedienten sich viele Dorsche. Hat Markus mal aus erster Hand erfahren als ein relativ kleiner Dorsch von ca. 60cm den Wittling überbiss. Auch eine Art ne Dublette zu fangen. Hab schon an den legendären Dorschanker von Dorschfestival gedacht, müsste zwar ein bisschen umgebastelt werden, am besten mit kleinen gelblichen Twistern, da stehen die Wittlinge drauf. Aber dabei ist es auch geblieben. Ich muss echt sagen, in diesem Urlaub war ich viel zu faul für große Fische. Ein bisschen Pilken und die Seele baumeln lassen, das reichte mir völlig. Ich hoffe dieses Scheißegelgefühl werde ich bis zu Frühjahr wieder los. Dann ist Romsdalfjord angesagt und da fahre ich nicht zum Stippen hin. |
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Einen Tag pro Woche nehmen sich unsere Frauen frei. Dann haben Markus und ich Kinderdienst. Das ist auch OK so. In diesem Jahr war es der Mittwoch weil Morgens ein kräftiger Wind blies. Jörg konnte aber nicht an Land bleiben und fuhr allein raus zu einer Stelle die wir am Vortag zwischen gelber und grüner Tonne südlich von Spodbjerg in ca. 20 Metern Tiefe ausmachen konnten. Es war wohl der beste Angeltag des Urlaubs und Jörg kam mit einem richtig guten Fang so gegen 16.30 Uhr in den Hafen um uns beiden Kindergärtner aufzunehmen. Leider konnten wir an seine Erfolge nicht mehr anknüpfen, waren aber froh noch mal an diesem Tag zum Angeln zu kommen. Danke Mädels, war nett von Euch ! |
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Was sonst noch so war |
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Die obligatorische Hafenrundfahrt mit den Kindern durfte natürlich auch in diesem Jahr nicht fehlen. Meine Frau blieb lieber an Land da ihr normalerweise schon beim Blick auf den Hafen schlecht wird. Na, fürs Foto hat es aber noch gereicht. Ist ja auch schon mal was. | ||
| Abseits jeglicher Zivilisation machten wir auf der Rückreise dann wie immer unsere letzte Rast. An diesem unchristlichen Ort testen wir jedes mal ob wir wirklich so Magenfest sind wie wir uns das auf See immer einbilden. Ja es hat geklappt. Die Kinder waren glücklich und zufrieden für die restlichen 300 Km. Unsere Mägen waren gefüllt und krank wurde auch niemand. |
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| Tja, und so schnell ist ne Woche um. Ich muss noch mal die Bilder auf der normalen "analogen" Kamera entwickeln lassen. Mal gucken was da noch so bei ist. Dann ergänze ich diesen Bericht noch ein bisschen mit Bildern vom Echolot wenn es mal richtig was anzeigt, schönen Sonnen - Auf - und - Untergängen. Einige Drill-, und Fischbilder müssten auch noch dabei sein. Diese Bilder hier hab ich jetzt in der Kürze der Zeit von der Digitalen Videokamera runtergezogen. Die geht Morgen schon wieder mit meiner Frau und meiner Tochter auf Reisen. Die beiden fahren noch für ne Woche nach Ameland und ich armer Tropf muss hier bleiben und Arbeiten. | |||
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© Thomas Effing 08.09.2002 |
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Nachtrag vom
14.12.2002
Man kann es kaum glauben. Der Film ist dann doch schon entwickelt. Hab ihn heute abgeholt. Leider waren es doch nicht die Menge an Bilder die ich mir erhofft hatte. Sobald ich dann die letzen Bilder von Daggi und Markus habe werde ich hier noch ein bisschen was zu schreiben. Jetzt erstmal die Bilder die ich gemacht hatte |
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Hier mal ein Bildchen mit
Echolot. Der Bildschirm ist dreifach geteilt. Kann man etwas schlecht
erkennen. Die Hoffnung auf die Bilder die Markus gemacht hat ist groß.
Aber egal erstmal. Mit etwas Fantasie sieht man das der Bildschirm
Horizontal geteilt ist. Hier ist es 15,6 Meter tief, die Temp. beträgt
an der Oberfläche 19 Grad Celsius. Die oberen zwei Drittel des
Bildschirms zeigen die komplette Wassertiefe mit Gray-, und Whiteline,
die beide zur Deutung des Gewässerbodens und der Objekte direkt in
Bodennähe sehr hilfreich sind. Mittig auf dem oberen Drittel des
Bildschirms sieht man eine flache Wolke. Das ist Futterfisch. Ansonsten
kann man noch die Grayline sehen und einige kleine nicht genau deutbare
Objekte.
Das untere drittel des Bildschirms zeigt den Gewässergrund in der Bodenzoom - Funktion des Echolots. Das Fenster zeigt den Bereich bis 6 Meter über Grund in vergrößerter Darstellung. Hier sieht die Wolke schon ein bisschen anders aus. Auch lassen sich die Objekte kurz über Grund schon als Sicheln, hervorgerufen durch größere Fische, erkennen. Auf der rechten Seite, so ca. ein Viertel des Bildschirmes wird ein Momentanecho gezeigt. Die sogenannte Fischlupe. Hier wird jeder "Ping", also jedes reflektierte Echo sofort in Echtzeit angezeigt. Sollte etwas, sagen wir mal ein Fisch, nur mal kurz den Sendebereich des Echolots streifen oder es sind vereinzelt nur wenige Futterfische unterm Boot, reicht das noch nicht um ein vernünftiges Ergebnis auf dem normalen Bildschirm zu zeichnen. Aber dank dieser Einstellung bleiben auch solche kurzen, starken Echos nicht verborgen. Der Bootsführer kann damit schon mal ehr reagieren und sein Boot auf einen anderen Kurs, hoffentlich in Futterfischschwarmnähe, bringen. |
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| Hier noch mal zwei Bilder die die Stimmung auf dem Langelandbaelt schön wiederspiegeln. Ist doch herrlich oder ? | |||
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| So, das war's erstmal wieder. Bleibt die Hoffnung auf die Bilder meiner Mitreisenden. Eigentlich sollten die heute hier sein, aber es ist was dazwischengekommen. So üben wir uns in Geduld, wohl eine Tugend die alle Angler zu genüge besitzen. | |||
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© Thomas Effing 14.12.2002 www.bootsangler.com |
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